Textbeiträge

 

Seit Ende 2017 erscheint in der Rote Hilfe Zeitung die Rubrik „Aus roter Vorzeit“, die sich der antifaschistischen Widerstandsarbeit der Roten Hilfe Deutschlands ab 1933 widmet. Schlaglichtartig werden die Strukturen in einzelnen Bezirken oder Städten gewürdigt und wichtige AktivistInnen vorgestellt. Neben bereits in der Forschung untersuchten Netzwerken und ProtagonistInnen werden auch Zellen und Zusammenschlüsse behandelt, die weitgehend vernachlässigt wurden und nur in Gerichtsakten oder Archivmaterial überliefert sind. Die regionale, zeitliche und organisatorische Bandbreite – vom Übergang in die Illegalität im Ruhrgebiets oder in Bremen über illegale RHD-Gruppen in südhessischen Landgemeinden 1934 bis hin zu den späten Solidaritätskomitees in Ostsachsen 1936/37 – zeigen die Vielfalt der Roten Hilfe im Untergrund. Die bisher erschienenen Artikel, die fortlaufend durch die aktuellen Neuerscheinungen ergänzt werden, sind nun als PDFs abrufbar.

 

RHD_Bergstraße_RHZ_3-2020

 

RHD_Speyer_RHZ_2-2020

 

RHD_Ostsachsen_RHZ_1-2020

 

RHD_Sachsen_Leipzig_RHZ_4-2019

 

RHD_Niederrhein_RHZ_3-2019

 

RHD_Hessen-Frankfurt_RHZ_2-2019

 

RHD_Bremen_RHZ_1-2019

RHD-Mannheim_RHZ_4-2018

 

RHD_Nürnberg-Fürth_RHZ_2018

 

RHD_Stuttgart_RHZ_2018

 

RHD_Ruhr_RHZ_2017

 

„Stets bereit!" - Die Kindergruppen der Roten Hilfe Anfang der 30er Jahre

Dem Hans-Litten-Archiv ist es gelungen, eine seltene historische Photographie von einer Kindergruppe der Roten Hilfe Dresden-Plauen Anfang der 1930er Jahre für seine Sammlung zu erstehen. Solche Pioniergruppen der Roten Hilfe wurden nach einer „Internationalen Kinderwoche“ im Mai 1931 von der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) aufgebaut. Zur Begründung hieß es: „Durch die christlich-bürgerlichen, sozialdemokratischen und faschistischen Kinderverbände werden große Massen von Arbeiterkindern von der Klassenkampfideologie ferngehalten und der kapitalistischen Ausbeutung gefügig gemacht. Diesen Bestrebungen muss durch die Schaffung von revolutionären Arbeiterkinderorganisationen energisch entgegengetreten werden, um die Kinder der klassenbewussten Arbeiterschaft durch revolutionäre Erziehung für den politischen Kampf zu schulen und sie dem Einfluss der gegnerischen Kinderverbände zu entreißen.“

 
DDR-Briefmarke zum 80. Geburtstag von Karl Liebknecht

Gerichtssaal als Tribüne - Der Hochverratsprozeß gegen Karl Liebknecht vor 100 Jahren

Wenige Prozesse im deutschen Kaiserreich fanden so viel internationale Beachtung wie der Hochverratsprozeß gegen Karl Liebknecht vor dem Leipziger Reichsgericht im Oktober 1907. Dieses Verfahren, über dessen Verlauf sich Kaiser Wilhelm II. telegraphisch Bericht erstatten ließ, ist zugleich ein glänzendes Beispiel für die politische Verteidigung eines Revolutionärs vor der bürgerlichen Justiz. Gegenstand der Anklage war Liebknechts im Februar 1907 erschienene Schrift »Militarismus und Antimilitarismus unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Jugendbewegung«, in der er den inneren und äußeren Militarismus verschiedener Länder, insbesondere Preußen-Deutschlands, analysierte und sich für eine antimilitaristische Agitation der Sozialdemokratie unter der wehrpflichtigen Jugend aussprach. Auf Antrag des preußischen Kriegsministers Karl von Einem vom 17. April ließ Oberreichsanwalt Justus von Olshausen die Broschüre beschlagnahmen und leitete einen Prozeß wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens ein.

 

Die Bundesrepublik Ende der 60er Jahre lag mehr als 20 Jahre vom Ende des Nationalsozialismus und mehr als Dreißig von der Weimarer Republik entfernt. Und doch kam es im Zusammenhang mit der Studentenrevolte zu einer Reihe von überraschenden diskursiven Verknüpfungen. Eine handelt von Willi Münzenberg und die Entstehung einer neuen rote hilfe_* in der Bundesrepublik.

Download Artikel aus RHZ 3/2015

 

Der „Rote-Hilfe-Prozess“ fand im Januar 1938 vor dem Oberlandesgericht Hamm, welches in Saarbrücken tagte, statt. Insgesamt waren 24 vermutete KP-Anhänger/-innen aus Saarbrücken angeklagt. Die Vorwürfe gegen die Angeklagten waren vielfältig und reichten von Parolenschreiben über Schmuggel bis zum Hören von „Feindsendern“.

Download Artikel aus RHZ 3/2011

 

In der Nacht auf den 18. Oktober 1977 stürmte die Polizeispezialeinheit GSG 9 im somalischen Mogadischu die von einem palästinensischen Kommando entführte Lufthansamaschine „Landshut“. Durch die Flugzeugentführung sollten Gefangene der Roten Armee Fraktion (RAF) aus deutschen Gefängnissen freigepresst werden. Laut offizieller Darstellung sollen daraufhin die im siebten Stockwerk der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim unter Kontaktsperre stehenden Führungsköpfe der
RAF Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und Irmgard Möller kollektiven Selbstmord beschlossen haben.

Download Artikel aus RHZ 3/2011

 

Im Zuge einer nächtlichen Demonstration am 2. November 1987 gegen den Frankfurter Flughafen wurden tödliche Schüsse auf Polizeibeamte abgegeben – ein Novum in der Geschichte sozialer Bewegungen. Der Einsatz von Schusswaffen während einer Demonstration überraschte nicht nur die Polizei, sondern auch die Startbahnbewegung. Diese tödlichen Schüsse waren nicht das Ergebnis eines gemeinsamen Konzepts. Sie ignorierten alle Absprachen nicht nur für diesen Abend, sondern auch mit Blick auf ein militantes Konzept, das große Teile der noch existierenden Startbahnbewegung teilten.

Download Artikel aus RHZ 3/2011

 

Im Januar 1972 beschloss die sozial-liberale Koalition unter dem „Mehr Demokratie wagen“-Kanzler Willy Brandt, wer im öffentlichen Dienst eingestellt werden durfte, nämlich „(…) wer die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit für die freiheitliche
demokratische Grundordnung (…)“ eintritt.

Download Artikel aus RHZ 2/2012

 

Die Auflösung der Geheimdienste war eine alte Forderung der Grünen, die sich noch 1998 im Wahlprogramm der Partei fand. Mit dem Regierungseintritt der Grünen wurde diese Forderung ebenso schnell obsolet wie die bis dahin von der Partei behauptete Ablehnung von Kriegen. Die damalige PDS hatte – auch als Lehre aus den Erfahrungen der DDR – von Anfang an die Auflösung des Verfassungsschutzes und der anderen Geheimdienste gefordert. In dieser Tradition steht grundsätzlich auch die Partei DIE LINKE. Dabei soll nicht verheimlicht werden, dass die Forderung nach völliger Abschaffung des Inlandsgeheimdienstes umstritten ist.

Download Artikel aus RHZ 2/2012

 

"Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern" - Der antifaschistische Widerstandskampf der RHD

Download Artikel aus ANTIFA-Nachrichten 4/2014

 
 

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